Du leihst einem Staat Geld
Mit einer Staatsanleihe gibst du einem Staat einen Kredit. Du bist Gläubigerin oder Gläubiger und wirst nicht Miteigentümer wie bei einer Aktie. Der Staat sagt die in den Anleihebedingungen festgelegten Zahlungen zu. Österreichische Bundesanleihen sind ein Beispiel.
Nennwert, Kupon und Laufzeit
Vereinfachtes Beispiel: Eine festverzinsliche Anleihe hat 1.000 Euro Nennwert, 3 Prozent jährlichen Kupon und fünf Jahre Laufzeit. Der Kupon beträgt dann 30 Euro pro Jahr vor Kosten und Steuern. Am Ende sind 1.000 Euro Rückzahlung vorgesehen, sofern der Staat seine Verpflichtungen erfüllt. Der tatsächliche Kaufpreis kann vom Nennwert abweichen.
Kupon ist nicht dasselbe wie Rendite
Die Rendite hängt auch vom Kaufpreis, der Restlaufzeit und der Rückzahlung ab. Steigen die Marktzinsen, sinken bei ansonsten gleichen Bedingungen typischerweise die Kurse bestehender festverzinslicher Anleihen. Bei einem Verkauf vor Fälligkeit kannst du deshalb einen Verlust machen. Längere Laufzeiten reagieren oft stärker auf Zinsänderungen.
Auch ein Staat ist nicht risikofrei
Ein Staat kann Zahlungen verzögern oder ausfallen lassen. Zusätzlich zählen Inflation, Handelbarkeit und bei fremder Währung der Wechselkurs. Staatsanleihen unterliegen nicht der Einlagensicherung für Bankguthaben. Prüfe Emittent, Währung, Fälligkeit und Bedingungen; ein hoher Kupon allein sagt wenig über die Sicherheit aus.
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Du leihst einem Staat Geld
Mit einer Staatsanleihe gibst du einem Staat einen Kredit. Du bist Gläubigerin oder Gläubiger und wirst nicht Miteigentümer wie bei einer Aktie. Der Staat sagt die in den Anleihebedingungen festgelegten Zahlungen zu. Österreichische Bundesanleihen sind ein Beispiel.